Welche Handys haben eSIM, und wie prüfst du das in 30 Sekunden?
Die Frage welche Handys haben eSIM stellen sich immer mehr Reisende in Deutschland, besonders seit eSIM-Tarife günstiger und einfacher geworden sind. Bevor du dir ein Angebot heraussuchst, musst du eine einzige Sache wissen: Ist dein Gerät überhaupt kompatibel?

Die gute Nachricht: Du brauchst dafür keine Bedienungsanleitung und kein Expertenwissen. Eine einzige Methode reicht in den meisten Fällen aus.
Die universelle Prüfmethode: *#06#
Diese Methode funktioniert auf jedem Smartphone, egal ob iPhone oder Android.
- Öffne die Telefon-App, als würdest du jemanden anrufen.
- Tippe
*#06#ein. - Ein Bildschirm erscheint mit deiner IMEI-Nummer (die eindeutige Gerätekennung). Suche nach einer Zeile mit der Bezeichnung EID.
- Erscheint dort eine 32-stellige Zahl, hat dein Handy eine integrierte eSIM-Hardware.
Die EID (Embedded Identity Document) ist die eindeutige Kennung des eSIM-Chips in deinem Gerät. Keine EID, keine eSIM. So einfach ist das.
Prüfung über die Einstellungen
Falls *#06# keine eindeutige Antwort liefert, kannst du auch direkt in den Einstellungen nachsehen.
Auf dem iPhone:
- Einstellungen > Mobilfunk > eSIM hinzufügen
Erscheint diese Option, ist dein iPhone kompatibel.
Auf Android (Samsung, Pixel, Xiaomi usw.):
- Einstellungen > Verbindungen (oder Netzwerk) > SIM-Kartenverwaltung > eSIM hinzufügen
Der genaue Pfad variiert je nach Hersteller und Android-Version, aber der Begriff „eSIM hinzufügen" ist immer der richtige Anhaltspunkt.
Kompatible Geräte 2026 nach Marke
Apple: Welche iPhones haben eSIM?
Apple hat die eSIM ab iPhone XS, XS Max und XR (2018) eingeführt. Alle danach erschienenen Modelle unterstützen eSIM, also iPhone 11, 12, 13, 14, 15, 16 und alle Pro- sowie Pro-Max-Varianten.

Zwei wichtige Ausnahmen:
- In China verkaufte iPhones haben keine eSIM. Sie nutzen zwei physische SIM-Slots.
- iPhone 14 und neuer, in den USA gekauft, sind eSIM-only, also komplett ohne physischen SIM-Schacht. Die in Deutschland und Europa verkauften Modelle behalten die Kombination aus physischer SIM und eSIM.
Wenn du also ein gebrauchtes iPhone aus dem Ausland kaufst, lohnt sich die *#06#-Prüfung auf jeden Fall.
iPads sind ebenfalls relevant: Die meisten iPad-Modelle mit Mobilfunk (Wi-Fi + Cellular) ab dem iPad Pro 2018 unterstützen eSIM. Auch die Apple Watch Series 4 und neuer mit Cellular-Funktion ist eSIM-fähig.
Samsung Galaxy: Ab welchem Modell?
Samsung hat eSIM ab dem Galaxy S20 (2020) in seiner Flaggschiff-Linie verankert. Folgende Serien sind kompatibel:
- Galaxy S20, S21, S22, S23, S24, S25 und alle Plus- und Ultra-Varianten
- Galaxy Note 20 und Note 20 Ultra
- Galaxy Z Fold (alle Generationen) und Galaxy Z Flip (ab Z Flip 3)
- Mittelklasse: Galaxy A54, A55 und neuere A-Modelle (nicht alle, prüfe im Zweifelsfall)
Die Samsung-Falle: Ein Galaxy S23, in Asien oder China gekauft, kann eine Dual-SIM-Version mit zwei physischen SIM-Slots sein, also ohne eSIM, auch wenn das europäische Modell sie hat. Wer sein Gerät im Ausland oder über graue Importkanäle gekauft hat, sollte unbedingt *#06# prüfen.
Google Pixel: Ab dem Pixel 3 dabei
Google hat eSIM bereits ab dem Pixel 3 (2018) integriert. Alle nachfolgenden Modelle, Pixel 4, 5, 6, 7, 8 und 9 sowie ihre jeweiligen Pro- und XL-Varianten, sind kompatibel.
Einige frühe Pixel-3-Varianten, die von bestimmten US-amerikanischen oder australischen Mobilfunkanbietern vertrieben wurden, hatten Einschränkungen. In Deutschland und Europa gekaufte Pixel-Geräte sind davon nicht betroffen.
Xiaomi: Welche Modelle unterstützen eSIM?
Xiaomi hat eSIM langsamer eingeführt als Apple oder Samsung. Die Unterstützung ist auf bestimmte Modelle beschränkt, hauptsächlich im oberen Segment.
Kompatible Xiaomi-Modelle (Stand 2026):
- Xiaomi 12 Pro, 13, 13 Pro, 13 Ultra
- Xiaomi 14, 14 Pro, 14 Ultra
- Xiaomi Mix Fold-Serie (ausgewählte Varianten)
Wichtig: Viele Xiaomi-Geräte der Mittelklasse (Redmi-Serie, Poco-Serie) haben keine eSIM. Auch hier gilt: *#06# ist die schnellste Antwort.
Nokia: Ausgewählte Modelle
Nokia bietet eSIM auf einigen neueren Modellen an, aber die Abdeckung ist nicht so breit wie bei Samsung oder Apple.
Kompatible Nokia-Modelle (Stand 2026):
- Nokia G60 5G
- Nokia X30 5G
- Nokia XR21
- Neuere Flaggschiff-Modelle der Nokia-Linie
Ältere Nokia-Geräte und die günstigeren Einstiegsmodelle haben in der Regel keine eSIM.
Weitere Marken: Motorola, Sony, OnePlus, Honor, Huawei
- Motorola: Die Razr-Foldables und neuere Edge-Modelle unterstützen eSIM. Einstiegsgeräte der Moto-G-Serie meistens nicht.
- Sony Xperia: Aktuelle Flaggschiffe wie das Xperia 1 VI und Xperia 5 VI sind kompatibel. Ältere und günstigere Modelle nicht.
- OnePlus / Oppo: Ausgewählte Flaggschiff-Modelle wie das OnePlus 12 und Find X-Serie unterstützen eSIM. Mittelklasse oft nicht.
- Honor: Einige neuere Honor-Modelle wie das Honor Magic 5 Pro und Honor Magic 6 Pro sind eSIM-fähig.
- Huawei: Das P40 Pro und Mate 40 Pro unterstützen eSIM technisch. Der Haken: Huawei-Geräte haben keine Google-Dienste, was die Installation mancher eSIM-Anbieter erschwert oder unmöglich macht.
Übersichtstabelle: Kompatible Geräte nach Marke
| Marke | Kompatibel ab | Wichtige Ausnahmen |
|---|---|---|
| Apple iPhone | iPhone XS / XR (2018) | China-Versionen ohne eSIM; iPhone 14+ USA = eSIM-only |
| Samsung Galaxy | Galaxy S20 (2020), Z Fold/Flip, A54/A55 | Asiatische Versionen oft Dual-SIM physisch, ohne eSIM |
| Google Pixel | Pixel 3 (2018) | Einige frühe US/AU-Betreiberversionen eingeschränkt |
| Xiaomi | Xiaomi 12 Pro, 13er- und 14er-Serie | Redmi, Poco und Mittelklasse meist ohne eSIM |
| Nokia | G60 5G, X30 5G, XR21, neuere Flaggschiffe | Einstiegsmodelle und ältere Geräte ohne eSIM |
| Motorola | Razr-Serie, neuere Edge-Modelle | Moto G Einstiegsklasse ohne eSIM |
| Sony Xperia | Xperia 1 VI, Xperia 5 VI und neuer | Ältere und günstigere Modelle ohne eSIM |
| Honor | Magic 5 Pro, Magic 6 Pro und neuer | Günstigere Honor-Modelle ohne eSIM |
| Huawei | P40 Pro, Mate 40 Pro | Keine Google-Dienste, Installation oft problematisch |
Die häufigsten Fallen bei der eSIM-Kompatibilität
Regionale Versionen: Der häufigste Fehler
Das ist die Nummer-eins-Falle, die ich immer wieder sehe. Ein und dasselbe Modell existiert in verschiedenen regionalen Varianten. Die europäische Version eines Samsung Galaxy S24 hat eSIM. Die chinesische oder südostasiatische Version desselben Modells kann eine Dual-SIM-Variante mit zwei physischen SIM-Slots sein, also ohne eSIM.

Wie erkennst du das? Mit *#06#. Erscheint keine EID, hast du höchstwahrscheinlich eine regionale Version ohne eSIM. Du kannst auch die Modellnummer in den Einstellungen prüfen und sie mit der offiziellen Kompatibilitätsliste des Herstellers vergleichen.
Gesperrte Geräte vom Mobilfunkanbieter
Wer sein Smartphone über einen Vertrag bei der Telekom, Vodafone oder O2 gekauft hat, hat möglicherweise ein gesperrtes Gerät. Diese Gerätesperre (Network Lock) kann die Aktivierung einer eSIM eines anderen Anbieters blockieren, selbst wenn die Hardware kompatibel ist.
In Deutschland können Geräte nach einer bestimmten Vertragslaufzeit entsperrt werden. Kontaktiere deinen Anbieter, wenn du unsicher bist. Ein entsperrtes Gerät ist Voraussetzung für die Nutzung einer Reise-eSIM.
Einstiegsklasse und ältere Geräte
Günstige Smartphones haben in der Regel keine eSIM. Das gilt für die unteren Preissegmente bei Samsung (Galaxy A-Serie unterhalb des A54), Xiaomi (Redmi, Poco), Motorola (Moto G) und fast allen anderen Marken.
Geräte, die älter als vier bis fünf Jahre sind, haben meistens ebenfalls keine eSIM, unabhängig von der Marke. Wenn dein Handy vor 2019 erschienen ist, sind die Chancen gering. Die *#06#-Prüfung gibt dir in Sekunden die Antwort.
Gerät ist kompatibel: Was jetzt?
Wenn *#06# eine EID anzeigt oder die eSIM-Option in den Einstellungen erscheint, bist du bereit.
Der nächste Schritt ist die Wahl des richtigen eSIM-Tarifs für deine Reise. Die Kriterien hängen von deinem Reiseziel, der Reisedauer und deinem Datenverbrauch ab.
Im Vergleichsrechner findest du alle aktuellen Angebote auf einen Blick, gefiltert nach Destination und Nutzungsprofil, ohne stundenlang Anbieterseiten durchsuchen zu müssen.
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